Tobias Conrad

Tobias Conrad: „Die größte Challenge bin immer ich selbst“

Lange Jahre American Football, Bodybuilding und seit kurzem Crossfit: Digitalmanager Tobias Conrad kann sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen. Mehr noch: Sport spielt für ihn eine zentrale Rolle, um auch im Job besser zu performen. Doch bei aller Begeisterung für sportliche Betätigung stehen für ihn seine Frau und Kinder an erster Stelle. Im Interview hat mir Tobias zudem verraten, warum er sich am liebsten kiloweise Pasta reinschaufelt und gerne einen „dreckigen“ Bourbon trinkt. 

Moin Tobias, nach jahrelanger Tätigkeit im Management von Digitalfirmen hast du dich im April diesen Jahres unabhängig von Corona dazu entschieden, eine berufliche Auszeit zu nehmen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Tobias Conrad: Das war ehrlicherweise nicht geplant. Nach nahezu vier sehr erfolgreichen Jahren bei Ströer gab es sehr unterschiedliche Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung meiner Bereichsleitung. Meiner Meinung nach steht das Geschäftsmodell der Publisher, für die ich neben dem Produktmanagement verantwortlich war, massiv unter Druck und das One Size Fits All-Modell der Vermarkter muss sich nachhaltig transformieren, um den individuellen Ansprüchen der Publisher und den technischen Möglichkeiten gerecht zu werden. Wenn man keine gemeinsame Vision und Marschrichtung hat, macht es mehr Sinn man trennt sich in Freundschaft und Verbundenheit. Alles andere entspricht nicht meinem Naturell, da muss man sich treu bleiben.

Wie hast du in den letzten Monaten deine Zeit verbracht? 

Conrad: Mein Priorität Nummer eins war und ist, dass meine Frau sich voll auf ihren Beruf als geschäftsführende Gesellschafterin und Partnerin der Personalberatung five14 konzentrieren kann. Mit Corona und dem ersten Shutdown war für mich erstmal klar, dass ich nach den vielen Jahren, wo sie mir den Rücken beruflich freigehalten hat, das Home-Schooling unserer drei Kinder und das Haushalts- und Gartenmanagement übernehme.

Daneben habe ich die Zeit genutzt und eine Zertifizierung zum Agile Project Manager der University of Maryland abgeschlossen und schließe bis zum Ende des Jahres noch eine Zertifizierung der Harvard Business School zum Thema Leadership Principles ab. Das Thema Führung liegt mir beruflich besonders am Herzen. Auch hier steht gerade, durch Corona, New Work und die gesellschaftlichen Entwicklungen, ein Paradigmenwechsel an. 

Ich weiß du treibst gerne Sport: Welcher Sportart / welchen Sportarten gehst du nach und wie oft? 

Conrad: Es gibt ja das schöne Zitat, dass man andere Menschen nur dann erfolgreich führen kann, wenn man sich erstmal selbst führen kann und dazu gehörte für mich schon immer der Sport. Frei nach dem Motto: Gesunder Körper, gesunder Geist, gesunde Seele.

Mit meiner parallel laufenden Beratertätigkeit habe ich glücklicherweise die volle Flexibilität, meiner neuen Leidenschaft Crossfit sehr oft, manchmal 3 bis 5 mal in der Woche, nachzugehen. Mit dem Sport habe ich vor einem Jahr angefangen und in meiner Box bei Crossfit Hammerbrook fühle ich mir sehr wohl. Tolle Community und wirklich sehr, sehr gute Trainer. 

Wie steht es mit Laufen?

Conrad: Das Thema Laufen löst bei mir gemischte Gefühle aus. Von Haus aus war ich immer Sprinter. In der Schule habe ich Zehnkampf betrieben, in der guten alten Michael-Jordan-Zeit enthusiastisch Basketball gespielt und später dann meine Leidenschaft für American Football entdeckt, wo ich immerhin am Ende, im Jahr 2000, eine Saison bei den Blue Devils im Hamburger Volksparkstadion spielen durfte. Bevor es dann mit meiner beruflichen Laufbahn so richtig losging, habe ich noch drei Jahre dem Kampfsport gewidmet. Alles also Sportarten, wo jetzt der klassische Langstreckenlauf nicht erforderlich oder zum Grundlagentraining gehörte.

Dennoch habe ich mich immer wieder durchgerungen, mich mit dem Laufen anzufreunden. Aber so richtig dicke Kumpels sind wir nie geworden. 2018 habe ich in meine Morgenroutine bewusst das Laufen fest eingebaut und bin fast täglich mit unserem Hund laufen gewesen. Meine Community auf Runtastic, jetzt adidas Running, hat mich da sehr motiviert und beflügelt. Nach einem Jahr habe ich aber für mich Bilanz gezogen und musste mir eingestehen, dass mir das Laufen alleine einfach keinen nachhaltigen Spaß gebracht hat. Laufen macht aber beim Crossfit einen nicht unerheblichen Anteil aus, dahingehend bleibt es im Trainingsplan. Ich bin neulich die 5 km unter 30 Minuten gelaufen, für mich als Kraftsportler und Schwergewicht eine sehr gute Zeit. Gerne würde ich einmal die 25 Minuten knacken und die 10 km unter 1 Stunde laufen. In meinen sportlichen Prios sind das aber nachgelagerte Ziele.

In deiner Zeit als Manager bist du viel gereist und 60 bis 70 h lange Arbeitswochen waren keine Seltenheit: Welche Bedeutung hat Sport für dich als Ausgleich zur Arbeit? Wie hast du es geschafft, Sport in deine Woche zu integrieren?

Conrad: Das war und ist sicherlich immer wieder eine große Herausforderung und geht nur mit sehr viel Disziplin. Dahingehend habe ich in den Jahren vieles probiert bis ich für mich eine praktikable Lösung gefunden habe. Mit Geschäftsreisen und längeren Arbeitstagen kam eine Sportsession am Abend nicht in Frage, schließlich wollte ich, wenn es irgendwie machbar war, noch die Kinder sehen und freute mich dann auch auf einen gemeinsamen Feierabend mit meiner Frau. Undenkbar, dass ich mich dann nochmal hätte aufraffen können, um zum Sport zu fahren. Im Laufe der Jahre habe ich mich zu einem Morgenmenschen entwickelt und verfolge wie gesagt eine Routine. Wenn man vor Arbeit und Familie etwas schaffen möchte, dann geht es nur, wenn man den Tag früher beginnen lässt.

Ich bin in einer Zeit an den Kraftsport herangeführt worden als das Thema noch in dunklen und schäbigen Krafträumen in den Kellern unter Turnhallen stattgefunden hat und die ersten Fitness-Studios inhabergeführt waren und noch Treffpunkte der „Pumping Iron-Generation“ waren, also einer sehr spitzen Zielgruppe. Mit dem Start von McFit, jetzt erweitert mit John Reed, hat sich die Fitness-Studio-Szene nachhaltig verändert. Das Konzept Fitness zum Discounterpreis, aber mit hervorragendem Equipment, und das 24 Stunden Nonstop und dann auch noch national mehr oder weniger flächendeckend anzubieten, war für mich damals die Lösung aller Probleme.

Wenn man vor Arbeit und Familie etwas schaffen möchte, dann geht es nur, wenn man den Tag früher beginnen lässt.

Mit einer Mitgliedschaft bei McFit / John Reed konnte ich problemlos früh morgens trainieren gehen noch bevor die Familie wach war oder schnell auf dem Weg zu Arbeit, meine 45 Minuten Session durchprügeln, duschen, anziehen und zur Arbeit fahren. Da ich schon immer gut in Flugzeugen schlafen konnte, machte es mir auch nichts aus, eine Session vor Abflug einzuplanen. Ich stellte den Wecker dann eben 1 h früher, hatte Sportzeug schon griffbereit und die Reisetasche für den Trip gepackt. Ich stand dann eben manchmal schon um kurz nach 4 Uhr im Studio und hab schwere Squats gemacht.

Auf Geschäftsreisen habe ich dann durchaus darauf geachtet, dass meine Hotels in der Nähe von McFits waren oder diese hatten selber Fitnessräume angeboten, die im Laufe der Jahre auch immer besser wurden. Wenn das alles nicht möglich war, bin ich halt dann doch Laufen gegangen oder habe eine Freeletics-Session im Hotelzimmer gemacht. Habe ich das immer durchgehalten? Nein, natürlich nicht, aber sehr oft.

Wie passt Crossfit in deinen Tagesablauf? 

Conrad: Beim Crossfit habe ich entweder sehr frühe Classes gewählt oder habe eben einen Kurs eingeschoben, wenn es meine Termine zuließen. Was ich noch nicht probiert habe, aber noch möchte, ist es bei Geschäftsreisen einen sogenannten Drop-in bei Crossfit-Boxen vor Ort zu machen, ein fester Bestandteil der Crossfit-Community. Die Ergebnisse sprachen im Übrigen für sich: An den Tagen wo ich morgens oder in der Mittagspause trainiert hatte, war meine Performance im Job um ein Vielfaches höher. Tausendmal sinnvoller, als sich mit Kaffee und Junkfood durchs Mittagstief zu arbeiten.

Mit dem Bau unseres Eigenheimes konnte ich mir dann letztes Jahr einen langersehnten Traum erfüllen und hab mir ein kleines Garage-Gym eingerichtet. Jetzt kann ich immer trainieren wann ich möchte, wenn es eben mit dem Crossfit mal nicht gut passt.

Blick ins Garage Gym von Tobias: Da hat auch bereits der Junior seinen Spaß
Blick ins Garage Gym von Tobias: Da hat auch bereits der Junior seinen Spaß

Geht sportliche Aktivität bei dir auch mit konkreten Zielen einher, die du erreichen willst oder ist das bei dir vor allem Spaß an Bewegung?

Conrad: Sport ist für mich immer Challenge und die größte Challenge war und bin immer ich selbst. So sehr ich mir auch wünschen würde, dass ich in der Lage wäre „nur“ mal so ein paar Kilometer laufen zu gehen oder ein lockeres Training zu machen, kann ich das einfach nicht. Ich bin ein großer Liebhaber von Tracking Apps. Ich versuche alles was ich irgendwie sportlich mache, zu tracken und immer, einfach immer, geht es für mich darum, meine vergangenen Leistungen zu toppen.

Beim Crossfit bin ich bei den Krafttrainingseinheiten ganz gut dabei, bei den sogenannten Workouts of the Day (WOD) bin ich meistens im mittleren bis hinterem Feld und kollabiere, kurz vor der Ohnmacht stehend, am Ende des WOD auf dem Boden. Ich mag es einfach, an meine Grenzen zu kommen.

Was sind im Crossfit deine Lieblingsdisziplinen? Was sind deine Lifting-Bestmarken bei Deadlifts, Power Cleans & Co.? 

Conrad: Ende der 90er-Jahre haben wir beim Football im Grunde wie Bodybuilder trainiert und crossfunktionales Training kam erst langsam nach Deutschland. In den USA wurden immer mehr Powerlifting und olympisches Gewichtheben ins Trainingsprogramm der Football-Teams integriert, sodass Bench Press, Deadlifts, Squats, Military Press und eben die typischen Übungen aus dem Fitnessstudio mir natürlich mehr liegen als Burpees, Toes2Bars oder Muscle Ups.

Beim Crossfit liebe ich das olympische Gewichtheben, auch wenn mich Snatches, Clean & Jerks technisch massiv herausfordern. Irgendwann möchte ich 100 kg snatchen können. Im Moment dümpele ich technisch sauber bei 50 kg rum, wenn ich nur mit purer Kraft hantiere bei 70 kg, dann kommt die technische Grenze. Ich musste im letzten Jahr vor allen Dingen erstmal lernen, mein Ego nicht mit in die Box zu nehmen und mich darauf einlassen, dass ich deutlich niedrigere Gewichte bewege, um mich technisch sauber entwickeln zu können. Leider bin ich ein motorischer Legastheniker und muss durch eine Vielzahl von Wiederholungen die Bewegungen programmieren. Glücklicherweise haben wir sehr gute Trainer, die super coachen und mich dabei unterstützen.

Wo gibt es bei dir im Crossfit noch Luft nach oben?

Mein größtes Defizit ist meine Ausdauer. Ich bin oft sehr schnell aus der Puste, dass ich mir manchmal wünschen würde, ich hätte ein mobiles Sauerstoffzelt neben mir. Bei den meistens WOD bin ich irgendwann im Tunnel, sehe und höre nichts mehr und hoffe, dass das Licht am Ende des Tunnels nicht ein ICE ist, der mich gleich umpflügt. Wenn das Timecap mich rettet oder ich mich irgendwie durchgeschlagen habe, falle ich um wie ein Baum und brauche erstmal ein paar Minuten um wieder klar zu kommen. Am meisten muss ich lachen, wenn sich dann die Youngsters mitleidig mit mir abschlagen. Egal, jedes WOD merke ich, dass irgendetwas besser funktioniert hat und wie gesagt, bei den Übungen wo Kraft involviert ist, bin ich ganz gut dabei.

Meine Ziele sind für mich klar definiert: Es gibt zahlreiche Skills, die ich auf jeden Fall noch lernen muss und können möchte wie Double Unders, Toes2Bars, Muscle Ups, Singel Leg-Squats u.v.m. Dann gibt es da auch noch die Übungen, die ich einigermaßen kann, aber die saubere Ausführung noch nicht gut genug ist, um hohe Gewichte zu bewältigen, wie eben Snatches, Squat Cleans oder Overhead Squats etc. und dann eben die Ausdauer beim Laufen, Rudern und dem Air Bike. Das Air Bike ist im Übrigen die Ausgeburt der sportlichen Folter, schlimmer als Burpees und ich war immer der Meinung, dass es nichts Schlimmeres gibt als diesen trivialen Liegestütz-Hock-Strecksprung.

Auf einer Skala von 1 bis 10 von sehr schlecht bis sehr gut: Wo verortest du dein generelles Fitnessniveau?

Conrad: Das variiert natürlich. Im Vergleich zur normalen Bevölkerung glaube ich schon, dass ich in meinem Alter irgendwo auf einer 8 rumturne. Im Vergleich zu den Sportlern, die in meiner Box rumspringen, bin ich eher eine 5 oder 6, mit Potenzial nach oben. Dann kommt es natürlich auch auf die Sportart an. Wenn ich mit einem „Bantamgewicht“ laufen sollte, werde ich wohl nicht so gut abschneiden, als wenn ich mit ihm 10 Sätze 100 kg auf der Bank drücke.

Einmarch in die Crossfit-Box: Burpees, Air Bike & Co. lassen grüßen
Einmarch in die Crossfit-Box: Burpees, Air Bike & Co. lassen grüßen

Deine Frau hat sich mittlerweile ein Peloton zugelegt: Nutzt du das Gerät auch? Kannst du die Faszination rund um das Bike nachvollziehen, die viele Leute erfasst hat?

Conrad: Wie beim Laufen ist das Radfahren auch nicht gerade eine Sportart, die mich euphorisch werden lässt. Ich bin halt der „Blood, Sweat and Tears Guy“, der gerne am Eisen hantiert. Aber ich muss sagen, dass Peloton hervorragend eine Nische aufgetan hat, die offensichtlich dann doch gar keine Nische ist, sondern ein Multi-Billion-Dollar-Business. Überzeugend finde ich wie Peloton die Möglichkeiten der heutigen Technologien mit Community-Features, Live-Elementen oder On-Demand-Angeboten nutzt, und triviales Radfahren damit zu einem 30-minütigen Sporterlebnis werden lässt. Sportlich gesehen, verbrenne ich in einem 30-minütigen HIIT-Trainingsprogramm von Peloton genauso viel kcal wie in einer halben Stunde Crossfit, baue hier halt nur bedingt Muskulatur auf.

Die ergänzenden Kurse, die Peloton anbietet, kann ich aus Sicht des Business nachempfinden, aus Sportlersicht aber kein Vergleich zu einem Kraft- oder Crossfit-Training. Für den Breitensportler aber bestimmt völlig ausreichend. Das Peloton ist wirklich ideal, wenn man ohne großen Aufwand und Vorbereitung Sport machen will. Hose an, Schuhe einklicken und Start drücken. Wenn es in Hamburg mal wieder in Strömen regnet, ist das schon sehr cool mit Peloton.

Was unternimmst du abgesehen von Sport, wenn du dir etwas gönnen möchtest? Gehören ein schönes Glas Rotwein und leckeres Essen da auch dazu?

Conrad: Kochen und Essen ist nach dem Sport meine große Leidenschaft. Vielleicht bedingt das eine auch das andere. Ich esse für mein Leben gern und bin mir manchmal nicht sicher, ob ich nicht eine Essstörung habe. Als ich damals mit American Football angefangen hatte, wog ich mit 188 cm Größe unter 90 kg und musste mich auf 100 kg hochzüchten. Seitdem konnte ich meine Essgewohnheiten nur schwer mehr unter Kontrolle bringen. Ich esse einfach viel und gerne, wobei ich nicht wahllos alles in mich hineinstopfe. Zucker und Süßigkeiten reizen mich nicht, fettiges Essen auch nicht. Aber ich kann große Mengen an Salat, Gemüse, Fleisch und Fisch essen und ganz schlimm ist Pasta. Da setzt bei mir irgendetwas aus. Ich kann ohne weiteres 500 g Pasta essen.

Meine Frau und ich waren an unserm 10. Hochzeitstag in Rom, da habe ich oft einfach zwei Pasta-Gerichte nacheinander bestellt. Dicht darauf folgt Sushi, hier kenne ich leider auch keine Grenzen. Mit Liebe gekochtes Essen befriedigt mich einfach zutiefst. Meine Frau ist mittlerweile der Sushi-Chef der Familie.  Alle unsere Kinder und meine Frau essen gerne Sushi und meine Frau macht das mittlerweile so perfekt, dass wir lieber zu Hause essen und in Mengen, die im Restaurant wohl eher ungewöhnlich wären.

Ich kann große Mengen an Salat, Gemüse, Fleisch und Fisch essen und ganz schlimm ist Pasta. Da setzt bei mir irgendetwas aus. Ich kann ohne weiteres 500 g Pasta essen.

Wenn ich Cheating Days habe, sind 10.000 kcal keine Herausforderung. Ich denke, ich würde auch 20.000 kcal über einen Tag schaffen, habe ich aber noch nie probiert. Bei Essen und Genuss spielt natürlich auch Alkohol eine Rolle. BBQ ist doch ohne Bier oder Pasta ohne ein Glas Rotwein nicht dasselbe! Ich bin jetzt kein Weingourmet und ich muss gestehen, dass ich einen „dreckigen“ Bourbon jedem Single Malt „haste nicht gesehen“ vorziehe. 

Welches sind deine drei Hamburger Lieblingsrestaurants und warum?

Conrad: Mich auf drei Restaurants zu beschränken, dass schaffe ich leider nicht. Mein größtes Problem mit Restaurants ist, dass mir die Portionen meistens zu klein sind. Am Schlimmsten sind Gourmet-Restaurants, wo die Portionen auf einen Teelöffel passen. Dann ist es wirklich nur noch Business und hat für mich nichts mehr mit Essen gehen zu tun. Da bin ich zu wenig Feinschmecker bzw. gerade, wenn es richtig gut schmeckt, möchte man doch mehr, oder?

Aber glücklicherweise gibt es auch Restaurants, die da anders sind. Wenn es um Suhsi geht, mag ich wirklich das „Henssler & Henssler“. In Winterhude mochte ich immer den „Kleinen Speisesaal“ oder auch das „Henny’s“. In der Hafencity das „Neni“, das „Strauchs Falco“ oder auch das „Bootshaus“, der Mittagstisch bei „Feinkost Hafencity“ bietet richtig gute Hausmannskost und es gibt gute Portionen.

Dann am Gänsemarkt das „Casse-Croûte“ oder auch das „Mash“ und auf jeden Fall das „Butchers“ oder das „Atelier F“. Ach, wenn ich jetzt noch länger nachdenke, kommen bestimmt noch 10-20 Restaurants, die man in unserer Hansestadt empfehlen kann. Wir haben hier wirklich das Glück, dass wir aus dem Vollen schöpfen können. Hoffentlich überlebt die gastronomische Vielfalt den Corona-Virus. Es wäre schade, wenn nicht.

JEHH-Newsletter: Jetzt abonnieren!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.