Mann joggt alleine

Ready to Run: So gelingt der Einstieg

Nach dem Start meiner Seite vor knapp einer Woche erreichte mich die Frage, wie ich konkret den (Wieder-)Einstieg ins Laufen geschafft habe. Ich denke, dass jeder seinen persönlichen Weg finden muss. Bei mir hatte das viel mit der Gewichtsabnahme zu tun: Lief von Beginn an mit dem Joggen geschmeidiger mit 70 kg als mit 90 kg auf den Rippen. Dennoch gibt es ein paar übergreifende Dinge, die aus meiner Sicht helfen, mit Sport zu starten und vor allem auch dran zu bleiben.

Einfach machen

Man verbringt viel zu viel Zeit damit, darüber nachzudenken, warum man gewisse Dinge NICHT machen will. Ich bin da auch anfällig für. Doch das ist verschwendete Lebenszeit. Daher meine Empfehlung: Zieht einfach Eure Sportschuhe und ordentliche Klamotten an und ab auf die Piste.

Ich kann von mir behaupten, dass mir Laufen am Anfang überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Warum auch? Kondition jahrelang schlecht, in den Parks ziehen Rentner an dir vorbei. Laufen wird erst ab einem gewissen Punkt faszinierend, wenn man merkt es bewegt sich was. Was mich auch am Ball bleiben lässt, ist die Auseinandersetzung mit mir selbst: Es regnet, ist kalt, heiß, die Beine tun weh und trotzdem macht man weiter. Super Gefühl, wenn man einen Lauf unter widrigen Bedingungen meistert!

Kleine Brötchen backen

Es ist sicher eine Typenfrage aber ich neige dazu, bei vielen Sachen direkt Vollgas zu geben. Das mag Trainingsplan der AOKmeistens von Vorteil sein, beim Einstieg ins Laufen ist es das nicht. Geht man gleich zu oft laufen oder macht zu lang, besteht die Gefahr, dass Lust und Laune schnell verschwinden. Daher rate ich, ganz entspannt loszulegen und sich keinen Druck zu machen. Ich habe mich zu Beginn an einen Trainingsplan der AOK gehalten. Der fing so an:

10 mal 1 Minute laufen, 1 Minute gehen (20 Minuten)

Erst ab Einheit 23 wird 20 Minuten am Stück durchgelaufen. Diese langsamen Schritte haben mich extrem gequält, war aber genau richtig.  Mir hat an dem AOK-Plan gefallen, dass er simpel gehalten und daher sehr hilfreich ist. Ich habe viele Trainingspläne recherchiert und die meisten waren mir einfach zu kompliziert: Hier Rundenzeiten checken, da auf Pace trainieren etc. Mittlerweile alles wichtig für mich, aber für einen Anfänger eher abschreckend.

Auf Ziele hinarbeiten

Ein Ziel vor Augen habenBei mir hat als Motivationsspritze gut funktioniert, dass ich mich bei diversen Läufen angemeldet habe: Der 5 km Lauf im Niemandsland, der 10 km Run in Mordor und viele weitere. Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht irgendwo eine Veranstaltung stattfindet.

Macht einfach super Spaß, für einen Wettbewerb zu trainieren, seinen Plan bis dahin kompromisslos durchzuziehen – und am Ende ein gutes Rennen abzuliefern. Das geht dann immer so weiter. Irgendwann kommt ein 15er und dann vielleicht der Halbmarathon. An viel mehr kann ich selbst (noch) nicht denken, da der zeitliche Aufwand für die Vorbereitung auf einen Marathon einfach enorm ist.

Gutes Outfit & Equipment zulegen

Das A und O beim Laufen ist ein geeigneter Schuh. Ohne den hängt man die gerade begonnene „Karriere“ wieder schnell an den Nagel, weil es irgendwo schmerzt. Also auf geht´s in den Fachhandel, eine Laufanalyse machen und einen Schuh kaufen, der einem zusagt. Klar ist das durchaus ein Investment: Ein guter Schuh kann um die 150 Euro plus X kosten. Bei sorgsamer Pflege halten die aber bis zu 1.200 km. Ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis!

Extrem wichtig ist auch das passende Outfit: Mit dem Baumwollshirt drunter ist die Erkältung im Winter jedenfalls vorprogrammiert. Es müssen auch nicht unbedingt (nur) Markenklamotten sein, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Ich hoffe meine Erfahrungen helfen dem ein oder anderen, wieder aktiver zu werden.

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